[Bulle & Mensch] - So handeln Profis wirklich.
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7% Rendite sind mir zu wenig - Wie ich den MSCI World schlagen wollte
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7% Rendite sind mir zu wenig - Wie ich den MSCI World schlagen wollte

Ein kluger Deep Dive in die Psychologie des Scheiterns, die Mechanik der Märkte und die harte Realität zwischen Trading-Bots und russischer Arbitrage.

Warum kann ich eigentlich etwas verkaufen, was ich gar nicht besitze?

Mit dieser Frage und einem versehentlichen Short-Trade begann eine jahrelange Reise durch das Labyrinth der Finanzmärkte. Michael Pisnyachevskiy wollte nicht den Lamborghini – er wollte nur besser sein als die 7 % des MSCI World. Was er fand, war die schmerzhafte Erkenntnis, dass der größte Feind im Trading nicht der Markt ist, sondern der Spiegel.

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Tool: TradingView* (Pine Script Automation)

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Keine Zeit? Hier ist die Essenz ↓


Michael Pisnyachevskiy im Gespräch

Michael ist ein analytischer Geist mit IT-Fokus, der das Trading wie ein Informatik-Problem lösen wollte. Vom ersten Klick ohne Vorwissen bis hin zu komplexen Elliot-Wave-Strukturen und Arbitrage-Systemen hat er fast jeden Fehler gemacht, den man machen kann – und genau das macht seine Insights so wertvoll.

(00:00:00) Suche nach dem Heiligen Gral
(00:01:10) Wer Michael vor dem Trading war
(00:05:50) Erster Trade: Short ohne es zu wissen
(00:15:50) Einstieg in Technische Analyse (RSI & Co.)
(00:19:40) Strategien testen & Backtest-Falle
(00:29:50) Trial & Error: Alles ausprobieren
(00:34:50) DAX shorten & Makro-Irrtum
(00:46:00) Wendepunkt: Breakouts & All-Time-Highs
(00:55:45) Trend Following & Moving Averages
(01:02:30) TradingView, Backtests & Lagging Indicators
(01:11:15) Fast aufgeben & Zweifel
(01:24:00) Elliott Waves & erster Kurs
(01:38:30) Suche nach einem Edge
(01:58:30) Was er heute anders macht

Aufnahmedatum: 22. Februar 2026

Die Essenz der Folge

  • Der Performance-Trugschluss: Wer mehr arbeitet, verdient mehr? Im Trading führt blinder Aktivismus (Daytrading) oft nur zu höheren Gebühren und emotionalem Burnout, nicht zu mehr Rendite.

  • Edge vor Indikator: Ein RSI oder Moving Average ist kein Edge. Ein echter Edge entsteht dort, wo man versteht, warum man gerade Geld verdienen „muss“ – etwa durch Marktineffizienzen.

  • Das 50/50-Paradigma: Akzeptiere, dass du nicht immer recht hast. Es geht nicht um die 100 % Trefferquote, sondern um eine positive Erwartungshaltung über hunderte Trades hinweg.

  • Die Komplexitäts-Falle: Nur weil ein System (wie Elliot Waves) komplex ist, ist es nicht automatisch profitabel. Oft dient Komplexität nur dazu, das eigene Unbehagen vor der Unsicherheit zu kaschieren.

  • Infrastruktur schlägt Analyse: Die beste Arbitrage-Strategie nützt nichts, wenn die technische Anbindung (Server, Broker, Transferzeiten) nicht mithält.

  • Psychologische Projektion: Wir sehen im Chart oft das, was wir sehen wollen (Short-Bias), nicht das, was da ist.


Wenn du verstehen willst, wie Profis wirklich handeln:


Die Story hinter dem Gast

Michael startete als Schüler im Gymnasium, inspiriert durch ein Börsenspiel und die simple „Microsoft steigt immer“-Strategie eines Mitschülers. Getrieben von dem Wunsch nach Unabhängigkeit und der Flexibilität während seines anstrengenden TU-Studiums, tauchte er tief in die Welt der CFDs ein.

Sein Weg war geprägt von Extremen: Von der naiven Suche nach dem „Heiligen Gral“ über den Versuch, chinesische Value-Aktien mit einem KGV von 2 zu kaufen (und zu lernen, warum sie so günstig sind), bis hin zur Programmierung eigener Trading-Bots, die durch „Lagging Indicators“ im Backtest perfekte, aber irreale Gewinne vorgaukelten.

Das System

Michael hat eine klare Evolution durchlaufen:

  • Phase 1 (Indikatoren): RSI, Trendlinien, technischer Hokuspokus. Ergebnis: Trial & Error.

  • Phase 2 (Trendfolge): Lernen von Größen wie Kristjan Kullamägi. Erkenntnis: Man muss sich trauen, am Allzeithoch zu kaufen, wenn das Momentum stimmt.

  • Phase 3 (Automation): Das Gehirn (TradingView) steuert den Ausführer (Broker) via API, um menschliche Fehler zu minimieren.

  • Phase 4 (Marktmechanik): Arbitrage und Markt-Ineffizienzen. Hier geht es nicht mehr um Linien im Chart, sondern um das Verständnis von Liquidität und Risikoaustausch.

„Trading ist ein Business, in dem man Risiko austauscht. Wenn ich in den Markt einsteige, nehme ich das Risiko eines anderen auf.“


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Der Mensch

Hinter der analytischen Fassade des IT-Spezialisten kämpfte Michael mit klassischen Dämonen:

  • Short-Bias: Das Gefühl, der Markt müsse doch jetzt fallen, weil die deutsche Wirtschaft schwächelt – während der DAX einfach weiter stieg.

  • Verlust-Aversion: In Verlustpositionen saß er Stunden aus, Gewinne realisierte er nach Minuten. Die Statistik des Brokers hielt ihm den gnadenlosen Spiegel vor.

  • Ungeduld: Das langsame Investieren in ETFs fühlte sich für den jungen Michael wie Stillstand an, was ihn immer wieder in riskante Daytrades trieb.

„Es kann sein, dass du alles richtig machst und es trotzdem nicht funktioniert. Das muss man einfach akzeptieren.“

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