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Transkript

Die 16% Momentum-Strategie: 30 Jahre Backtest beweisen dieses einfache Setup

Bernhard Mitterlehner bringt als erfahrener Finanzmathematiker die nackte Wissenschaft an die Börse.

Bernhard Mitterlehner bringt als erfahrener Finanzmathematiker die nackte Wissenschaft an die Börse und beweist durch sein öffentliches wikifolio, warum mathematische Modelle jedem Bauchgefühl überlegen sind. In diesem Deep Dive erklärt er, wie er durch Momentum-Strategien und striktes Risikomanagement Verluste minimiert, wenn es am Markt kritisch wird.

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Im Gespräch: Bernhard Mitterlehner

Bernhard Mitterlehner ist Finanzmathematiker und ein bekennender „Excel-Nerd“ mit einem Faible für Wahrscheinlichkeitsrechnung. Nach Jahren als „interessierter Amateur“ wechselte er 2023 radikal auf einen rein wissenschaftsbasierten Ansatz. Er nutzt statistische Methoden, um Marktemotionen durch nackte Zahlen zu ersetzen.

(00:00:00) Intro
(00:04:18) Erste Investments & Corona-Wendepunkt
(00:08:11) Bitcoin, Ehang & spekulative Phase
(00:12:44) Wissenschaftliche Momentum-Strategien
(00:16:35) 200-Tage-Linie & Monatslogik
(00:19:28) 30 Jahre Backtesting
(00:23:43) Drawdown & Krisenfestigkeit
(00:28:19) Monatsende vs. Tagesentscheidungen
(00:31:21) Momentum & Herdendynamik
(00:34:46) Politik, Dollar & Zinsrisiken
(00:41:53) Emotionen & Marktpsychologie
(00:45:50) Saisonalitäten: Gold, Nasdaq & Emerging Markets
(00:48:23) Momentum + Saisonalität kombiniert
(00:52:03) Black Swan & Liquiditätsstrategie
(00:55:32) Wiedereinstieg & Disziplin
(01:00:24) Golden Harbor: Kernmärkte
(01:03:50) MSCI World Momentum & Financials
(01:07:30) Gold, Silber, Bitcoin & Commodities
(01:10:45) Dual Momentum & Ranking
(01:13:44) Umschichten & Positionsgröße
(01:17:43) Stop-Loss & Beobachtung
(01:20:13) Mentale Entwicklung
(01:37:48) Benchmark & Outperformance-Ziel
(01:50:10) Trenddefinition & Volatilität
(01:51:44) Post-it-Satz fürs Investieren

Aufnahmedatum: 26. Februar 2026

Die Essenz der Folge

  • Verlustminimierung schlägt Renditemaximierung: Wer große Drawdowns vermeidet, braucht keine astronomischen Gewinne, um den Markt zu schlagen.

  • Die 200-Tage-Linie als Lebensversicherung: Fällt ein Kurs unter diesen Schnitt, ist das System gnadenlos: Ausstieg.

  • ETFs statt Einzelaktien: Ganze Märkte sind träger, weniger anfällig für News-Störfaktoren und statistisch besser greifbar.

  • Monatswechsel-Logik: Backtests zeigen, dass Handelsentscheidungen zum Monatsende oft bessere Ergebnisse liefern als tägliches Agieren.

  • Momentum ist krisenfest: Im Gegensatz zu Value-Strategien wird Momentum stärker, je mehr Marktteilnehmer dem Trend folgen.

  • Liquidität ist Freiheit: Investiere nur in Assets, die du innerhalb von fünf Minuten verkaufen kannst.


Wenn du verstehen willst, wie Profis wirklich handeln:


Die Story hinter dem Gast

Bernhard startete als klassischer Amateur, dessen Performance über Jahre kaum das Sparbuch schlug. Der Wendepunkt kam mit der Covid-Pandemie 2020: Die extreme Volatilität und das Bedürfnis, Erspartes zu sichern, trieben ihn tief in die wissenschaftliche Literatur. Trotz früher Glückstreffer mit Krypto und Flugtaxen erkannte er 2023, dass sein Erfolg auf Glück, nicht auf Können basierte. Er strich die „Einschätzungen“ und ersetzte sie durch harte Mathematik.

Das System

Das Fundament ist das Dual Momentum. Bernhard betrachtet etwa 12 bis 13 Assetklassen (Aktienmärkte wie Nasdaq/DAX, Gold, Rohstoffe) und investiert nur in das stärkste Drittel.

  • Entscheidungslogik: Ein Asset muss ein positives Momentum aufweisen (Kurs über der 200-Tage-Linie oder höher als vor 10-12 Monaten).

  • Risiko: Wenn keine Assetklasse mehr ein positives Momentum zeigt, geht das System komplett in Cash oder kurzlaufende Anleihen.

  • Edge: Das Vermeiden der „großen Brocken“ nach unten. Während der Markt 50 % verliert, begrenzt das System den Drawdown durch rechtzeitigen Ausstieg auf etwa 10-15 %.

Der große Vorteil von Momentum Investing ist nicht, dass man mehr Geld verdient, sondern dass man weniger Geld verliert, wenn es kritisch wird.


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Der Mensch

Trotz aller Mathematik gibt Bernhard offen zu: „Die Angst hat mich gerettet, aber sie hat mich auch blockiert“. Er kämpft selbst mit der Disziplin, nur am Monatsende zu handeln, und checkt in der Praxis alle zwei Stunden die Kurse. Sein wichtigstes Learning: Die Akzeptanz, dass man in 40 % der Fälle falsch liegt – und dass das völlig okay ist, solange man die Verlierer schnell abschneidet.

Nie alles auf eine Karte setzen.

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