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Das Ende der Trader? Wie Quant-Trader den Markt automatisieren

Wie weit automatisierter Handel heute schon geht - und wo der Mensch noch immer das letzte Wort hat, zeigt Erik Wimmer von Quantum Data Analytics.

Erik Wimmer nutzt als versierter Data Scientist die Kraft der künstlichen Intelligenz und statistischen Modellierung, um Marktdaten jenseits von Bauchgefühl und Chart-Malerei zu analysieren. In diesem Deep Dive erklärt er, wie er durch algorithmische Filterung echtes Signal von bloßem Rauschen trennt und warum KI für ihn kein Hype, sondern ein unverzichtbares Werkzeug der modernen Analyse ist.

Ressourcen & Links zum Gast:

Bücher & Tools:

  • Backtesting-Suites: Erik nutzt eigene Algorithmen, um Marktmuster über Jahrzehnte zu validieren.

  • Post-it am Monitor: Sein wichtigstes Tool ist die physische Erinnerung: „Gier frisst Hirn“.


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Keine Zeit? Hier ist die Essenz ↓


Im Gespräch mit Erik Wimmer

Erik Wimmer ist Gründer und CEO von Quantum Data Analytics. Als ehemaliger Verfahrenstechniker blickt er mit der Präzision eines Ingenieurs auf die Märkte. Sein Ansatz: Multifaktorielle Analysen und automatisierter Handel, um die größte Fehlerquelle im System zu eliminieren – die menschliche Emotion.

(00:00:00) – Intro & Eriks Einstieg in Trading
(00:06:13) – Erste Strategien: Charttechnik & Forex
(00:13:21) – Einstieg in Krypto & Binance
(00:20:18) – Bots, Backtesting & Echtgeld-Erfahrungen
(00:26:24) – Systeme, Daten & Skalierung
(00:32:15) – Kurzfrist-Trading & Orderflow
(00:37:34) – Rückschläge & Trading-Journal
(00:47:47) – Automatisierung & eigene Indikatoren
(00:55:22) – Sentiment & Marktpsychologie
(01:03:44) – Makro & Geldpolitik
(01:09:06) – Orderbücher verstehen
(01:22:30) – Strategieentwicklung in der Praxis
(01:40:15) – Mindset & Prozesse
(01:55:30) – Zukunft & wichtigste Learnings

Die Essenz der Folge

  • Warten als Superkraft: Ein guter Händler hat die Härte, auch mal ein halbes Jahr lang nichts zu tun, wenn das Setup nicht passt.

  • Das Gehirn ist ein Wiederholungstäter: Unsere Biologie ist darauf programmiert, Belohnungsmuster zu suchen – an der Börse ist das oft tödlich.

  • System vor Ego: Wer seine Strategie nicht nüchtern abarbeitet, wird zum Futter für die Algorithmen.

  • Quant-Ansatz: Erst wenn die Datenlage (multifaktoriell) eindeutig ist, wird das Kapital bewegt.

  • Die Illusion der Aktivität: Viele traden nur, um sich produktiv zu fühlen. Echter Erfolg ist jedoch oft sterbenslangweilig.


Wenn du verstehen willst, wie Profis wirklich handeln:


Die Story dahinter

Erik kommt nicht aus dem klassischen Banking. Er ist Verfahrenstechniker und Projektentwickler im Bereich erneuerbare Energien. Ein privater Umstand verschaffte ihm 2014 plötzlich jede Menge Zeit – Zeit, die er nutzte, um seine Leidenschaft für das Programmieren und die Wirtschaft zu fusionieren. Aus dem „Hineinrutschen“ wurde eine tiefe Analyse des Marktes, die ihn lehrte, dass man die Märkte wie eine technische Anlage steuern muss: kühl, prozessorientiert und ohne falsche Hoffnung.

Das System

Eriks Ansatz bei Quantum Data Analytics ist hochgradig datengetrieben.

  • Assets: Automatisierter Handel über verschiedene liquide Märkte.

  • Strategie: Multifaktorielle Marktanalysen. Es wird nicht auf eine einzelne Nachricht gewettet, sondern auf das Zusammenspiel verschiedener Datenpunkte, die eine statistische Wahrscheinlichkeit ergeben.

  • Entscheidungslogik: Wenn das System kein Signal gibt, bleibt die Position Cash. Die Vermeidung von „Noise“ (Marktrauschen) steht über der Gewinnmaximierung.

  • Edge: Die Kombination aus technischem Verständnis (Verfahrenstechnik) und moderner Datenanalyse.


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Der Mensch

Trotz aller Algorithmen weiß Erik um die menschliche Schwäche. Er warnt eindringlich davor, dass Gewinne das Urteilsvermögen trüben können. Sein Mantra „Gier frisst Hirn“ ist kein Kalenderspruch, sondern eine notwendige Schutzmaßnahme gegen den eigenen biologischen Bias. Für ihn ist ein intelligenter Händler jemand, der die Demut besitzt, seine eigenen Emotionen durch ein festes Regelwerk zu fesseln.

Gier frisst Hirn. Wenn es einmal ein halbes Jahr lang nichts zum Handeln gibt, dann gibt es nichts zum Handeln.

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Der Podcast stellt keinerlei Anlageberatung dar. Vergangene Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Inhalte dienen ausschließlich Informations- und Unterhaltungszwecken.

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