Paul Pleus ist ein Schwergewicht an Erfahrung. Als ehemaliger Direktor bei der Citibank und gelernter Controller bringt er eine institutionelle Sichtweise in den Retail-Markt. Seine Reise begann mit handgezeichneten Charts auf Millimeterpapier und mündet heute in einem datengetriebenen Ansatz, der vor allem eines im Fokus hat: Die Begrenzung der Volatilität bei gleichzeitiger Maximierung der Upside.
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Im Gespräch mit Paul Pleus
Die meisten Trader scheitern nicht an der Analyse, sondern an ihrer eigenen Biografie. Paul Pleus hat das Gegenteil getan: Er hat seine 40-jährige Erfahrung und seine Herkunft aus dem Controlling in ein unbestechliches System gegossen, das selbst nach dem Totalverlust seines digitalen Archivs stärker zurückkam als je zuvor. Wer verstehen will, wie man Nebenwerte in Kanada und den USA ohne emotionalen Bias handelt, muss hier anfangen.
Kapitel:
00:00:00 Einleitung: Vom Controller zum 20-Millionen-Portfolio
00:13:45 Die Anfänge: Millimeterpapier, Dotcom-Hype und teures Lehrgeld
00:32:10 Karriere & Krise: 13 Jahre Citibank und das Jahr 2008
00:48:50 Systematik: Warum Paul Aktien nach 100 % Kursplus erst recht kauft
01:06:15 Das Regelwerk: Nebenwerte-Filtering und das 6-Jahres-Scoring
01:28:40 Asset-Allokation: Fokus-Aktien, ETFs, Rohstoffe und Währungen
01:46:20 Risikomanagement: Short-ETFs, Volatilität und der Umgang mit VIX
02:05:15 Fazit: Das Mindset für Tenbagger und lebenslanges Lernen
Aufnahmedatum: 20. April 2026
Kennst du jemanden, der das wissen muss?
Die Essenz der Folge
Das 6-Jahres-Scoring: Pleus betrachtet 3 Jahre Historie, das aktuelle Jahr und 2 Jahre Forecast. Diese Langfristigkeit filtert Eintagsfliegen konsequent aus.
Fakten-Treue: „Ich brauche fundamentale Daten [...] für mich sind das die Fakten. Und die Fakten lügen nicht.“ – Das System steht über der Meinung.
Asymmetrie verstehen: Eine Aktie kann nur 100% verlieren, aber über 1000% gewinnen. Dieser mathematische Vorteil ist der Kern seines Gewinn-Managements.
Nachkaufen statt Verkaufen: Er kauft oft nach einer Verdopplung weiter zu, wenn das fundamentale Potenzial (Tenbagger-Chance) noch nicht ausgeschöpft ist.
Selektion: Konzentration auf ca. 25 Werte (Top-75% des Portfolios), primär Nebenwerte aus Kanada, USA und Europa.
Branchen-Hygiene: Konsequentes Meiden von Biotech-Werten aufgrund mangelnder Kalkulierbarkeit des Totalverlust-Risikos.
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Die Story hinter dem Gast
Paul Pleus hat die Evolution des Marktes miterlebt – vom Handelsblatt-Studium bis zum High-Frequency-Trading.
Ich weiß noch, dass ich am Anfang immer das Handelsblatt gekauft habe und dann auf Millimeterpapier die Charts gezeichnet habe. [...] Aber das musste selber gemalt werden, so ein Chart.
Der prägendste Moment war jedoch nicht ein Marktcrash, sondern ein technischer Fehler: Er löschte versehentlich seine gesamte Excel-Datenbank, in die 20 Jahre Arbeit geflossen waren. Dieser erzwungene Neuanfang führte zur Entwicklung eines noch effizienteren, moderneren Systems in Google Sheets, das heute die Basis für sein 20-Millionen-Wikifolio bildet.
Das System
Pauls Edge liegt in der „Low-Vola-Execution“. Er sucht nicht den schnellen Zock, sondern die stetige Kurve.
Strategie: Kombination aus fundamentalem Bottom-Up-Scoring und technischer Trendfolge. Er nutzt Kennzahlen wie KGV, Dividendenrendite und EBITDA-Wachstum.
Märkte: Starker Fokus auf Nordamerika und Europa, da hier die Datenqualität für sein Modell am höchsten ist.
Entscheidungslogik: Ein Wert muss im Scoring-Modell eine Mindestpunktzahl erreichen. Emotionale Käufe sind durch das „Excel-Schema“ ausgeschlossen.
Risiko: „Ich versuche abzufedern, wenn es nach unten geht.“ – Durch gezielte Cash-Quoten und Diversifikation innerhalb seines Systems balanciert er das Long-Only-Risiko aus.
Hier lernen & wachsen alle, die handeln:
Der Mensch: Die Kontrolle des „Gamblers”
Trotz seiner Erfolge ist Pleus von einer tiefen Rationalität geprägt. Er sieht sich selbst primär als Verwalter von Logik. Seine größte Stärke ist die Fähigkeit, Gewinner laufen zu lassen, auch wenn das Ego zum Verkauf rät.
Eigentlich sage ich mir, ich will keine Emotionen und was in meinem Auswahlprozess dabei haben, sondern gehe rein nach meinem Schema vor, nach meinen Zahlen.
Sein Mindset ist auf die großen Zyklen ausgerichtet. Er hat den Dotcom-Crash überstanden, indem er lernte, dass der Markt irrational sein kann, aber die Bilanz am Ende immer gewinnt.
Die Chancen sehen, ganz sicher nicht das Risiko ausblenden. Man muss schon sehen, das ist nach oben offen. Ich hatte schon einen Tenbagger gehabt. Das ist ein Gefühl... 1000 Prozent gewinnt.
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